Ganztagsschule

von Luca Schwartz


Wie es schon seit langer Zeit üblich ist, fand auch in diesem Schuljahr wieder der internationale Schüleraustausch mit unserer Partnerschule in Kerava/Finnland statt.

Nachdem wir die Finnen schon über Whatsapp und andere Medien bereits im Vorfeld besser kennenlernen konnten, begann der eigentliche Austausch am Montag, dem 11.12.2017. Genauer gesagt, kamen unsere finnischen Schüler erst spät abends in Aschersleben an, weshalb wir am Montag noch den normalen Unterricht aufsuchen mussten. (ein Umstand, der nicht gerade für Begeisterung sorgte :D) Am Abend trafen wir uns dann alle am Busbahnhof, um die Finnen feierlich zu empfangen. Wir waren sehr aufgeregt, schließlich würden wir uns nur in einer Fremdsprache verständigen können, und konnten die Ankunft kaum abwarten. Gegen 21:00 trudelten die Busse dann am Busbahnhof ein und trotz unserer Nervosität wurde sofort viel erzählt, ausgetauscht und gelacht. Danach fuhren alle mit ihren Gastschülern nach Hause und nutzten den restlichen Abend, um etwas zu essen und sich besser kennen zu lernen, weshalb wahrscheinlich niemand wirklich viel Schlaf hatte.

Der zweite Tag unseres Austauschs begann dann mit … Unterricht. Genauer gesagt begleiteten uns die Finnen zum bilingualen Unterricht bei Herrn Heinrich. In der anschließenden Hofpause konnten wir ihnen dann den Schulhof zeigen oder ihnen unsere Freunde vorstellen. Danach beschäftigten wir uns in einem kleinen Projekt mit Marthin Luther, seinen Thesen und weiteren geschichtlichen Ereignissen. Kurz darauf trafen wir uns alle vor dem Schulgebäude und mussten nur noch auf unsere lieben Lehrer warten. Aus diesem Anlass brachten uns die Finnen ein beliebtes Spiel bei. Obwohl es Spaß gemacht hat, kann man sagen, dass einige von uns ziemlich ins Schwitzen kamen. Als unsere Lehrer dann endlich eintrafen, begann unsere City Tour durch Aschersleben, bei der wir kleine Präsentationen zu einzelnen Sehenswürdigkeiten hielten. In der Stephanikirche stieß dann Herr Bremer dazu, um uns etwas mehr über das Bauwerk zu berichten, auch verbunden mit der Reformation. Das lang ersehnte Essen im grauen Hof folgte darauf und nach einer kleinen Pause, ging es mit gefülltem Magen zum zweiten Teil der Stadtführung. Als diese vorbei war, hatten wir noch etwas Freizeit und lernten das nächste finnische Spiel kennen, bevor es dann zum Beachvolleyball in’s Ballhaus ging. Nach zwei anstrengenden, aber lustigen Stunden im Sand war der Tag auch schon wieder vorüber.

 

Wie schon am Dienstag, startete auch der Mittwoch mit Unterricht im normalen Klassenverband, allerdings diesmal Englisch. Die Zeit nutzten wir, um auch die anderen Finnen etwas besser kennen zu lernen. Danach ging es zügig zum Bahnhof, um rechtzeitig nach Leipzig zu kommen. Dort angekommen ging es rasch weiter zum MDR-Gebäude, in dem wir an einer Studiotour teilnahmen. Dazu gehörten eine Virtual Reality Tour, ein Blick in die Studios, sowie hinter die Kulissen bekannter Fernsehsendungen. Da wir danach alle hungrig waren, ging es dann zum Südplatz, wo sich die Gruppe teilte. Um unseren Gastschülern dann noch einen richtigen Kulturschock zu verpassen, ging es später noch zum Weihnachtsmarkt, bei dem sie dann von der guten alten Bratwurst bis zur Dresdner Stolle alles probieren konnten. Dann war es auch schon wieder Abend und wir stiegen in den Zug zurück nach Hause. Auf der Rückfahrt wurde dann fleißig erzählt, aber auch geschlafen. Es wurden sogar finnische Kartenspiele gespielt, die die Deutschen aber auch sehr schnell lernten. Und so endet auch der dritte Tag unseres Austauschs. Jetzt ist schon Halbzeit.

Am Donnerstag stand ein Besuch in Wittenberg auf dem Plan, doch zuvor noch 2 Stunden Unterricht. Als wir diese überstanden hatten, ging es wie schon am Tag zuvor zum Bahnhof. In Wittenberg angekommen wurden wir schon von einem Stadtführer empfangen, der uns viele interessante Standorte in Bezug auf die Reformation und Luther zeigte. Die Tour endete dann an der Kirche, an der dieser die berühmten Thesen angeschlagen haben soll. Anschließend hatten wir etwas Zeit in der Stadt, die die meisten beim Pizzaessen verbrachten.  Danach ging es noch zum Panometer, das ist eine 360° Ausstellung, wie Wittenberg zu Luthers Zeiten hätte aussehen können. Darauf folgte dann nur noch die Rückfahrt nach Aschersleben. Doch der Abend war noch lange nicht vorbei. Spontan verabredeten wir uns zu einer Grillparty in Mehringen, zu der jeder noch etwas mitbrachte. An diesem Abend wurde viel erzählt, gelacht, gesungen und getrunken (Kinderpunsch), auch spielten wir wieder die finnischen Spiele. Und so ging unser letzter gemeinsamer Abend zur Neige.

Am letzten Tag unseres Austauschs ging es dann in die Hauptstadt. Da allerdings an diesem Freitag die Generalprobe für die Weihnachtskonzerte statt fanden, mussten einige Schüler schon in Aschersleben Abschied nehmen. Und somit ging es dann in dezimierter Zahl nach Berlin. Vom Hauptbahnhof aus ging es dann zu ein paar bekannten Sehenswürdigkeiten, zu denen wir im Voraus kleinere Vorträge erarbeitet haben. Unsere Sightseeing-Tour endete dann am Brandenburger Tor und uns wurde noch etwas Zeit, um die Gegend selbst zu erkunden, gegeben. Unerwarteterweise verschob sich unser Zeitplan, als uns mitgeteilt wurde, dass ein Problem an unserem Bus vorliegt und dieser nun in der Werkstatt steht. Obwohl wir nun mehr Freizeit hatten, setzte es die Lehrer extrem unter Druck. Als wir endlich die Nachricht erhielten, dass der Bus unterwegs sei, machten wir uns auf dem Weg zum Hauptbahnhof. Dort nahmen wir dann Abschied von unseren finnischen Gastschülern, die anschließend mit dem Shuttlebus zum Flughafen fuhren. Es wurde sich viel umarmt und noch ein paar Worte ausgetauscht, bis es dann für beide Gruppen losging. Und so kehrten wir zurück nach Aschersleben, während die Finnen zurück in ihre Heimat flogen.

Als Fazit lässt sich sagen, dass wir eine sehr schöne Zeit hatten und viele Erfahrungen gesammelt haben. Jetzt freuen wir uns auf ein baldiges Wiedersehen, wenn wir gegen Ende Februar nach Finnland fliegen.








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